Zukunft
Wenn man erst einmal um die möglichen Zukünfte weiß, kann man entscheiden, in welcher von ihnen man leben will. Darin steckt auch eine Aufforderung zum Handeln. Und das bedeutet auch, sich aus der gewohnten Sitzkuhle am Strand herauszuwälzen.
>Habitamus 2010<
Zen
…“Ein Weg kommt von irgendwo her und führt nach irgendwo hin, sein Ziel ist das Erfassen ewiger Werte, der Wahrheit, makato. … Er hält also im japanischen Sinne eine stete Bindung zwischen Vergangenem, Gegenwärtigem und Kommendem aufrecht. … Es kommt darauf an, dass der Schüler zunächst ganz sicher auf den Bahnen der Tradition wandelt. Man lernt in Japan eine der vielen >Künste< ohne viele Worte. Der Meister gibt das Beispiel, der Schüler ahmt es nach. Das geschieht wieder und wieder, über Monate , über Jahre hinweg. … Der Meister sucht in seinem Schüler nichts, keine Begabung, kein Genie. Er erzieht den Schüler nur dazu, das rein Handwerkliche der jeweiligen Kunst vollständig zu beherrschen. Ist dies erreicht, dann wird der Tag kommen, an dem der Schüler in der Lage ist, das, was sein Herz formt, vollendet darzustellen, eben deshalb, weil die Frage der Formgebung, der rein technischen Ausführung ihn nicht mehr belastet. Erst wenn das Herz die Reife erlangt hat, entsteht eigenes Wirken. Auch die Kunst muss wie jedes Wesen der Natur organisch wachsen, mit Willkür kann sie niemals schaffen.“ …
>Zen – In der Kunst des Teeweges<
Zeit
„Wie kommt man mit dem Raum an ein Ende. Stets spricht man nur von ihm und in ihm. Nie verläßt man ihn. Wo sollte man denn hingehen, frage ich Sie. Die Zeit, das ist die Energie, die den Raum bearbeitet. Durch Transporte und Transformationen.“
>Serres<
Kommt die Zeit von rechts oder von links? Überholt sie uns ungesehen oder Überholen wir sie und beschwert sich bei uns unsere eigene Atemlosigkeit?
>Habitamus 2010<
mit unnützen Taten verbringen,
hilft uns das nicht nur nichts,
sondern wir vergeuden auch unser Leben.